Schlüsselwerke, verschließbare Weichen/Fahrstraßen
verschließbare Weichen und Gleissperren, Abhängigkeit nach ursprünglicher Reihenfolge
Streckenkilometer, Bahnhof / Haltepunkt
kbs 9174 Beedenbostel
km 16 Anst Tanklager
Bedenbostel OHE, Anschlußgleis zum Tanklager (Fotos: Rainer Pausch, Sammlung Meiburg):
Bei der OHE ist es noch wie zu Altväter-Zeiten: der Weichenschlüssel steckt im (linken) Kuppelschloß.
Der Schlüssel auf dem Schloß "K" stehend ist der Anschlußstellenschlüssel der Gleissperre "V".

Jetzt ist der Schlüssel in das Schloß "K" eingesteckt, gedreht und der Sperrklotz weggeklappt.
Dadurch kann der Weichenschlüssel im Kuppelschloß gedreht und entnommen werden.
(Hier steht er schon auf dem Deckel des Kuppelschlosses). Wer genau hinschaut, sieht, daß die
Schloßzunge rechts aus dem Schloßgehäuse heraussteht und somit verhindert, daß der Sperrklotz
zurückgeklappt werden kann.

Mit besagtem Weichenschlüssel kann der Rangierer nun zur Anschlußweiche laufen, aufschließen...

... und die Weiche stellen. (übrigens: nicht "umlegen". Das macht nur John Wayne im Film mit seinen Gegnern... ;-)

kbs 513 Rabenau Weißeritztalbahn
km 5,17 Anschluß Ladestraße
Bei der Weißeritztalbahn wurde nach dem Wiederaufbau sogar das ehemalige Ladestraßengleis
wieder mitaufgebaut und vorschriftsmäßig mit Gleissperre und folgeabhängigen Schlössern gesichert.
Im Hintergrund rechts ist der (rote) Sperrklotz der Gleissperre "GS13" auszumachen.

Sperrklotz der Gs 13 mit den beiden Schlössern "Gs13+" (mittig) und "B2-W11" (rechts)

Das Gleissperrenschloß aus der Nähe...

... und im Detail: es muß natürlich leer sein...

...weil der Schlüssel der Anschlußweiche W11 ja im Kuppelschloß B2(für W11) steckt.

Siehste!

interessant sind auch die Schlüssel an sich: die Kennzeichnung der Schließstelle
(hier Schloß B2 in Dresden RABenau)

während hier auf der Rückseite der Zustand der Anlage beschrieben ist, wenn der
Bediener den Schlüssel in der Hand hält:
Gs13 - (W11 +)
was bedeutet: wenn ich diesen Schlüssel in der Hand halte, dann ist die Gs 13 aufgeklappt
(also nicht in Grundstellung und deswegen "Minus"); während W11 noch in Grundstellung liegt,
deswegen "Plus". Gs13 muß hierbei in Minus sein, sonst hätte ich den Schlüssel gar nicht
aus dem Schloß bekommen, und W11 muß in Grundstellung sein, weil für die Minus-Stellung muß
der Schlüssel im Schloß der Weiche stecken. ( ...und dann kann ich ihn nicht mehr in der Hand haben)
